Bei einer Anschlussfinanzierung kann man zwischen einer Prolongation und einer Umschuldung wählen. Für die bereits finanzierende Bank ist die Prolongation die beliebteste Art der Anschlussfinanzierung, denn hier nimmt Kunde einfach das neue Angebot der alten Bank zur Anschlussfinanzierung an.Bei einer Umschuldung führt der Kunde die Baufinanzierung bei einer neuen Bank weiter.
Die Umschuldung im Bereich der Baufinanzierung wird von vielen Banken nicht gerne gesehen. Dem entsprechend behaupten viele Banken und Baufinanzierer, das eine Umschuldung zum Ende der Zinsbindung problematisch ist. Jedoch kann man eine Umschuldung nach Ablauf der Zinsbindung ganz einfach vornehmen. Als Baufinanzierungsnehmer muss man lediglich die Kosten für die Umschreibung bzw. für die Abtretung der Grundschuld tragen. Die Grundschuldabtretung ist jedoch nicht sonderlich kostenintensiv, in der Regel kann man mit 0,02-0,04% des Gesamtwertes rechnen.
Eine Umschuldung lohnt sich also in jedem Fall, wenn die Zinsen eines anderen Baufinanzierers die aktuellen Zinsen deutlich übersteigen. Die Abtretung der Grundschulden wird in den meisten Fällen bankenintern geregelt. Als Verbraucher muss man somit nicht die alte Grundschuld löschen, bzw. eine neue Grundschuld eintragen lassen. Bei der Umschuldung sollte man vor allem auf die Konditionen achten. Viele Banken bieten attraktive Anschlussfinanzierungsangebote für Neukunden an.
Die Prolongationsangebote der bisherigen Bank sollten unbedingt mit anderen Marktteilnehmer angeglichen werden. Eine vorzeitige Vertragsverlängerung sollte man in keinem Fall vornehmen, auch wenn die Konditionen vorab sehr attraktiv erscheinen. Einsparungen lassen sich auch durch Sondertilgungen und Tilgungen erzielen, da die Beleihungswerte mit steigender Tilgung sinken.
Die Kosten der Umschuldung hängt vor allem von den Kosten für die Grundbuchänderung ab. Auch die Vorfälligkeitsentschädigung trägt zu den Kosten bei der Umschuldung bei.